Losing my Ground

I feel like losing my Ground, like floating in the Wasteness of Nothing and i can't do a damn thing about it.

Seit drei Tagen bin ich nun in Stockholm, wohne hier und fühle mich...seltsam leer. Die Stadt ist so riesig, so groß, so erschlagend. Ich fühle mich so verloren hier und gleichzeitig so frei und haltlos. Dann wiederrum ist es so wie es immer war.

Ich habe nie festen Grund unter meinen Füßen, das ständige Umziehen, neue Menschen, Städte, Länder, alles fliegt an mir vorbei, alles zieht ohne Pause weiter und ich bleibe stehen um alles hinaus zu schreien.

Der Wind nimmt mich mit, macht mit mir was er will, ich verliere mich in ihm und bin überall und nirgends zugleich. Es ist was ich will, es ist was ich liebe, es ist was ich hasse. Wo bin ich in all dem? Was hält mich noch zusammen?

Meine Uni fängt in nicht ganz drei Wochen an, ich bin absolut begeistert und zugleich zu Tode erschrocken davor. Kontakt mit Menschen die ich nicht kenne, die eine Seite schreit vor Freude, die andere will am liebsten fliehen. Diese Dualität meiner Persönlichkeit, diese zwei so verschiednen Menschen in mir reißen mich auseinander, kämpfen um Herrschaft in meinem kopf und beides ist so..verlockend.

Meine Eltern nennen mich ein Kind Gottes, ein Glückskind, ein Kind ohne Sorgen. Sie mögen Recht haben, egal was ich anfasse, was ich tue, wohin ich gehe, es kommt immer gut heraus, hat positive Effekte, lässt mich höher hinaufsteigen als andere Menschen. Ich bin auf dem Weg hinauf, folge den Spuren der Sonne und frage mich wann dieser Weg endlich endet.

Ich bin stark, ich bin unsicher, ich bin selbstbewusst, ich bin ein Schatten, ich bin eine Persönlickeit mit Austrahlung, ich bin der Hintergrund. Wer bin ich? Ich weiß es manchmal selber nicht.

Warum nur? Warum kann ich nicht einen Weg wählen der ein Ziel hat, ihm folgen und meine Balance finden? Warum muss ich unruhig, unstetig und stets auf der Suche sein? Mit diesem unstillbarem Hunger in mir.

Verflucht sei es!  Und wie ich es brauche...

8.8.08 16:07

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


* Ami. / Website (8.8.08 16:28)
Hey.
Dankeschön für's Lob (:
Sie sind alle selbst geschrieben. Meistens schreibe ich dann, wenn es mir schlecht geht. Daher sind es dann fast alles traurige Gedichte bzw. Gedanken.

Lg, Amelie.

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