Sehnsucht ist der Weg der uns hält

Die Nacht scheint gefroren, fest in ihrer Zeit, fest in dem Nichts das passiert, obwohl es sollte. Die Musik lullt mich ein in eine Trance aus Angst, Hoffnung, aus Ungewissheit, aus...Sehnsucht.

Sehnsucht.

Die Schwester von Einsamkeit, das grausame Paar aller die wissen worüber ich schreibe, die wissen, was Sehnsucht aus uns macht. Sklaven ihrer sind wir, die wir unstetig und unaufhörlich ihr folgen, sie hassen, sie lieben, schreien und nicht wissen warum.

Es kommt der Moment wo wir stehenbleiben, wo wir die Augen öffnen und alle Blindheit in einem Moment der absoluten Klarheit von uns weicht und wir mit Horror im Herzen feststellen:

Es gibt kein Ziel. Kein Ende. Nur den Weg dahin, der Weg der alles versüßt, alles erträglich macht.

Wir reden uns ein Ortswechsel, andere Länder, neue Kulturen, fremde Menschen haben die Antwort auf den Hunger in uns, doch wir wissen es besser. Tief in uns wissen wir, es ist nicht das Ziel sondern der Weg der eine gewisse Erlösung mit sich bringt.

 Wir taumeln vorran auf diesem Weg der uns blendet und ruft und willenlose Sklaven aus unseren Herzen macht bis wir ein weiteres Mal stehen bleiben und sich uns eine noch viel grausamere Wahrheit offenbahrt.

Wir wollen nciht alleine sein, wir wollen alles sein. Die Welt um uns herum, wir wollen alles spüren, jedes bewusste Wesen spüren und eins werden, eins in allem, eins in uns.

Wir wissen dass es nicht gehen wird und so bleibt uns nur der Ausweg ohne Ende, der Weg den wir gehen, die Straße ohne Ende und ohne Ziel. Die Liebe begegnet uns auf dem Weg, wir empfangen sie mit offenen Armen und lassen ein Stück von uns da wenn wir weitergehen und sie wieder verlassen.

Erde vermag uns nicht zu halten, Menschen nicht, Gesten und Tränen erst Recht nicht. Wir sind einsam.

Wir folgen dem Hunger in uns, akzeptieren das stille Brennen in unserer Seele, die bittere Wahrheit in unserem Sein.

Es ist der Weg der unsere Schmerzen lindert und uns die Kraft gibt weiter zu machen. Nicht aufzugeben.

Nicht die Hoffnung zu verlieren.

Sehnsucht ist eine Krankheit, Fernweh und Einsamkeit die Nebenwirkungen.

Ich höre hinaus in die Nacht, höre auf ihr leises Flüstern das lockt, das lächelt, das weiß: Ich komme. Immer. Und immer. 

3.8.08 05:11

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


loveless / Website (3.8.08 06:10)
Huch, hast du das geschrieben? Das ist wirklich klasse! Ich hab das Gefühl du sprichst mir aus der Seele. Auch wenn sich das jetzt etwas dumm anhört… aber ich mag das! Ich schreibe selber und bewundere Leute, die Gefühle so gut rüberbringen können!

Wie dem auch sei, danke erst mal für deinen Kommentar!
Du warst schon mal in Japan?
Hmm, warum ich dahin will… na ja, es hat was eigenes. So was findest man sonst nirgendwo. Außerdem liebe ich Tokio. Ich hab selten eine so schöne Stadt gesehen.
Ich war einmal dort und seit dem, möchte ich unbedingt wieder zurück

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